Zum Hundertsten - wegen der Eselin

Die Sache mit dem HS und der AP ist so tricky eigentlich nicht. Als HS (Erzelgelwesen) außerhalb der Trennungswelten sind wir nicht individuiert, nicht frei, nicht in irgendeinem Widerspruch zum göttlichen Willen. Wir sind sozusagen direkter Ausdruck des göttlichen Willens. Richtig und falsch, gut und böse, Wollen und Nicht-wollen existieren in dem Kontext gar nicht.

In den Trennungswelten (nach der Erstinkarnation) geraten wir sofort in systemische Widersprüche und die Individuation beginnt. Ein Symptom ist beispielsweise die Getrenntheit vom göttlichen Willen. Auch die Identifikation mit der AP beginnt sofort. Wollen und Nicht-wollen mit allen egoifizierenden Folgen lassen Egoismus erblühen. Gut und böse entstehen zeitgleich, denn das HS ist eben nicht per se gut.

Die AP ist andererseits auch nicht per se böse. So wenig, wie ein Tier böse ist. Die Identifikation des HS mit der AP lässt sie böse wirken ("wirken" im Sinne von tun). Besonders, wenn auch noch die Funktion, die uns von den Tieren unterscheidet, in den Dienst der animalischen Ebene gestellt wird. Das Denken nämlich. Dieser logoische Aspekt ist uns eigentlich als Tür zur Freiheit, zur Überwindung des Egoismus, zur Heimkehr des verlorenen Kindes zum Vater mitgegeben, kann aber - und wird auch, und zwar leider noch hauptsächlich - im Dienste der animalischen Ebene zu etwas potentiell böse Wirkendem. Böser, als es ein Tier je sein könnte. Dies liegt aber eben an dem missverstehenden, AP-identifizierten HS. Nicht an der AP.

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