Lukas 18.29-30

Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen, der nicht Vielfältiges empfangen wird in dieser Zeit und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben.

 

Dieser Satz schien mir früher immer recht klar dem hinduistisch/buddhistischen "Zug in die Hauslosigkeit" zu entsprechen. Dem "Verschenke Dein Geld an die Armen und folge mir nach" Christi. Heute ist mir klar geworden, dass es auch bedeuten kann, dass wir uns innerlich von ihnen entfernen, wenn sie und ihre Belange dem spirituellen Pfad im Wege stehen bzw. sie andere Wege beschreiten. Das muss keineswegs bedeuten, dass man sich gar nicht mehr kümmert. Es bedeutet dann, dass man eine graduell passende Distanzierung nebst stärkerer Priorisierung der eigenen Belange vornimmt. Dazu der Verweis auf die damit verbundenen Segnungen, an denen man, wo gewünscht und/oder möglich und passend, auch wieder "Haus, Frau, Brüder, Eltern und Kinder" teilhaben lassen kann - so dass sogar deren scheinbarer Verlust durch den Gewinn mehr als aufgehoben wäre.

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