Martin Buber - Zitate

"Trotz aller Ähnlichkeiten zwischen den Situationen des Lebens besitzt jede einzelne, wie ein Neugeborenes, ein eigenes, unverwechselbares Gesicht, das vorher nie da war und das nie wieder auftauchen wird. Sie fordert Dir eine Reaktion ab, die Du nicht vorbereiten kannst. Sie fordert nichts Vergangenes, sie fordert Gegenwart, Verantwortung ... Dich."

"Wenn es einen Teufel gäbe, dann wäre es keiner, der sich gegen Gott entschieden hat, sondern einer, der in aller Ewigkeit zu keiner Entscheidung kommt... Das Böse ist ein Wirbelsturm, das Gute hat eine Richtung."

"Mit sich beginnen, aber nicht bei sich enden, bei sich anfangen, aber nicht sich selbst zum Ziel haben... Jeder soll sich erkennen, soll sich vervollkommnen, aber nicht um seiner selbst willen - auch nicht um eines vorübergehenden Glücks willen oder um ewige Seligkeit zu erlangen - sondern um der Arbeit willen, die er auf dieser Welt ausführen muss."

"Der Mensch kann sich dem Göttlichen nicht nähern, indem er über das Menschliche hinausgeht: Er kann es erreichen, indem er selbst menschlich wird. Ein Mensch zu werden, ist das, wozu der einzelne geschaffen wurde."

(Ruth Finder)

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Kommentare: 1
  • #1

    Maria (Dienstag, 31 Oktober 2017 13:14)

    zu Zitat 1:
    Das ist die Herausforderung, der Weg und das Ziel, so wach und klar zu sein, dass man nicht schablonenhaft lebt und reagiert, sondern immer aus dem jeweiligen Moment, der Gegenwart heraus handelt. Jeder Moment ist ein frischer, neuer, so wie jeder Atemzug ein neuer ist. Das muss unbeschreiblich schön sein, wenn man alles sieht, wie es ist, in seiner Einzigartigkeit erkennt und sich nackt und bloß den Dingen stellen kann, ohne dass es ein „sich den Dingen stellen“ ist. Chögyam Trungpa beschreibt es (frei zitiert) mit einem zarten, lauteren und mutigen Herz, sich in seiner Verwundbarkeit zu zeigen (vor sich und allen anderen) und nichts zwischen sich und die Welt zu legen.