Freiheit

Die system-innere Freiheit ist durch die system-innere Unfreiheit beschränkt.

Es könnte system-innere Freiheit nicht ohne system-äußere Freiheit geben.

Letztere ist absolut und liegt allem zugrunde.

Die system-äußere Freiheit hat allerdings nicht die Macht,

die system-innere Unfreiheit zu verwandeln.

Bildet sie sich aber ausreichend stark in einer system-inneren Freiheit ab,

so vermag sie über die system-innere Unfreiheit hinwegzugehen.

Man ist also frei und kann sich dadurch frei machen. Nicht umgekehrt.

Mehr Freiheit kann es nicht geben, ohne das System zu zerstören.

 

(Ludwig)

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Kommentare: 9
  • #1

    Clemens (Freitag, 06 Oktober 2017 09:52)

    Mal ein seltenes wörtliches Zitat von L. das von Simon bereitgestellt wurde. Mit "System" meint L. übrigens "die Trennungswelten" - soweit ich weiß. Man muss sich in diesen Spruch schon ziemlich reinarbeiten, finde ich. Aber ich finde auch, dass es sich um ein schönes Stück spiritueller Aussage handelt. Danke, Simon. Und gerne mehr! ^^

  • #2

    Ruth Finder (Freitag, 06 Oktober 2017 12:53)

    Das ist ein Theorem, das bei uns in der Gesammtheit seiner Axiome an Evidenz erst gewinnen muss. Und wahrscheinlich auch eine Matrix! Warum? Versucht das selbst herauszufinden.

    "Mehr Freiheit kann es nicht geben, ohne das System zu zerstören":

    Rabbi Dow Bär von Mesnitsch sagte: "Bevor ein Ei zu einem Hühnchen heranwachsen kann, muss es zuerst ganz aufhören, Ei zu sein. Jedes Ding muss seine ursprüngliche Identität verlieren, bevor es etwas anderes werden kann. Bevor also etwas in etwas anderes transformiert wird, muss es auf die Ebene des Nichts kommen."

  • #3

    L. (Samstag, 07 Oktober 2017 17:41)

    Was ist weiß und steht hinter einem Baum? Schüchterne Milch!
    Was ist schwarz und steht hinter einem Baum? Schmollende Milch!
    Was ist grau und steht hinter einem Baum? Unentschlossene Milch!

  • #4

    Clemens (Samstag, 07 Oktober 2017 19:37)

    Im Ernst jetzt? Milch... ein fein verteiltes Gemisch zweier normalerweise nicht mischbarer Flüssigkeiten. Als kolloidale Dispersion gesehen nicht nur gültig für Flüssigkeiten, sondern auch beziehbar auf fein verteilte Stoffe, Teilchen oder Tröpfchen in Feststoffen oder Gasen. Ich denke dabei an die Verkörperungen in den Trennungswelten - und das sich in den Trennungswelten Verkörpernde. Milch gleich AP/HS?

    Und die Farben? Weiß/schüchtern? Reinheit ohne Meisterschaft! Anfangszustand?

    Schwarz/schmollend? Anfangszustand ohne Reinheit? Schmollend aufgrund der Erkenntnis "die Welt ist gegen mich"? Gekränktheit des nicht allmächtigen, sterblichen Egos?

    Und grau/unentschlossen? Halbe Strecke zwischen wiedererlangter, schlußendlicher Reinheit und anhaltender Gekränktheit? Punkt der Entscheidung: Wie soll es weitergehen, welche Ausrichtung wähle ich?

    Und warum das alles in einen Antiwitz verpackt? Weil ALLES ein Antiwitz ist? Und man trotzdem drüber lachen muss?

    Was ist grün und rennt durch den Wald? Ein Rudel Gurken.

  • #5

    Ruth Finder (Samstag, 07 Oktober 2017 20:26)

    Ich mag Rätsel. ^^

    Der erste Satz ist eigentlich ein bekannter Anti(Flach)witz. Sinngemäß absurd. Die zwei folgenden "Witze" sind irgendwie noch absurder.

    Es sollte aber wahrscheinlich damit gesagt werden, dass Schmollen und Unentschlossenheit einen bei der Entwicklung nicht weiterbringen und deswegen absurd sind.

  • #6

    Jonas (Samstag, 07 Oktober 2017 20:53)

    Alle drei Milcharten trauen sich nicht oder wollen nicht hinter dem Baum hervorkommen, sie verbergen sich dahinter, wollen aus verschiedenen Gründen nicht gesehen werden. Das ist nicht gerade entwicklungsfördernd, wie RF schon festgestellt hat. Vielleicht ist der Witz als Spiegel für uns Kreisler gedacht, wobei jeder von uns gewisse Anteile an den drei Milcharten aufweist, die sich hinderlich auswirken.
    Der Mut, hinter dem Baum hervorzukommen und sich dann sichtbar mit Hilfe der Anderen seinen inneren Dingen zu stellen, würde allen dreien weiterhelfen.

  • #7

    Jonas (Montag, 09 Oktober 2017 11:47)

    "Die system-äußere Freiheit hat allerdings nicht die Macht, die system-innere Unfreiheit zu verwandeln." - Dies wäre eine Begründung, warum Christus - sofern wir ihn als Inkarnation des Logos sehen wollen - als Mensch Jesus auf der Erde inkarnieren musste, um wirken zu können.

  • #8

    Ruth Finder (Dienstag, 10 Oktober 2017 10:39)

    "Die system-äußere Freiheit hat allerdings nicht die Macht, die system-innere Unfreiheit zu verwandeln."

    In der Tat, ein interessanter Satz.

    Dazu ein paar Gedanken aus einigem Lesestoff (in eigenen Worten):

    Für Gott wäre es ein Leichtes, solch eine Verwandlung durchzuführen. Aber seine Allmacht besteht eben nicht darin, anstatt unserer etwas zu tun, und schon gar nicht uns etwas aufzuzwingen oder von uns etwas zu verlangen. Viel mehr besteht seine Macht in all-liebendem Freilassen - immer und immer wieder. Er weist auf sich hin, er zeigt uns, sozusagen, seinerseits unverlangte Möglichkeiten auf. Wir haben die Wahl, dem zu folgen oder nicht.

  • #9

    Jonas (Dienstag, 10 Oktober 2017 12:06)

    Hallo RF, ich denke auch, dass Gott uns in den Trennungswelten die Möglichkeit bieten möchte, uns frei für oder gegen ihn entscheiden zu können. Wobei letzteres eigentlich gar nicht wirklich möglich ist, wenn wir uns unsere eigene Struktur vor Augen halten (AP/HS). Wir würden uns dann ja gegen uns selbst entscheiden...

    Ein direktes Eingreifen seinerseits in die trennungsweltlichen Freiheiten, die Gott für uns ja so eingerichtet hat, kann er gar nicht machen, da er nicht gegen sich selbst (seine eigenen Gesetze) handeln kann (dann wären seine Gesetze ja nicht vollkommen). Ansonsten wäre das das Ende der Trennungswelten, es würde diese zerstören, wie L. das ausgeführt hat. Aus diesem Grund wird das auch nicht geschehen.

    Außer vielleicht das Entwicklungsmodell "Mensch" wird nicht länger benötigt. Dann hätte Gott aber auch keine "freien", scheinbar unabhängigen Selbste mehr, über die er sich selbst betrachten und damit an sich und seiner Schöpfung Freude haben könnte.

    Uns wird es ja scheinbar zugestanden, uns innerhalb der Trennungswelten über die unterschiedlichsten Beschränkungen hinwegzusetzen, wenn wir eins mit ihm sind und ihm über uns ermöglichen, sich auszudrücken - im Rahmen des göttlichen Plans. Dann können wir auch auf dem Wasser gehen, an mehreren Orten gleichzeitig sein, auf unbegrenztes Wissen zugreifen, durch die Zeit reisen usf, wenn es der göttliche Plan erfordert. Das könnte man hieraus ableiten:"Bildet sie sich aber ausreichend stark in einer system-inneren Freiheit ab, so vermag sie über die system-innere Unfreiheit hinwegzugehen."