Philippus 2.044

Spruch 111: Die geistige Liebe ist (wie) Wein und Duft. Es genießen sie alle, die sich mit ihr salben werden. Es genießen (sie) auch diejenigen, die neben ihnen stehen, solange die Gesalbten dastehen. Wenn die mit Salbe Gesalbten aufhören, bei ihnen (zu stehen), und weggehen, bleiben jene, die nicht gesalbt sind und nur neben ihnen stehen, wieder in ihrem Gestank zurück. Der Samariter gab dem Verwundeten nichts als Wein und Öl. Es ist nichts anderes als die Salbung. Und er heilte die Wunden. Die Liebe nämlich bedeckt eine Menge Sünden.

Spruch 113: Der Mensch verbindet sich mit dem Menschen, das Pferd verbindet sich mit dem Pferd, der Esel mit dem Esel. Die Arten mischen sich mit ihren Artgenossen. Ebenso verbindet sich der Geist mit dem Geist, und der Logos verkehrt mit dem Logos, und das Licht verkehrt mit dem Licht. Wenn du Mensch wirst, wird der Mensch dich lieben. Wenn du Geist wirst, wird der Geist sich mit dir vereinigen. Wenn du Logos wirst,  wird sich der Logos mit dir verbinden. Wenn du ein Licht wirst, ist es das Licht, das mit dir verkehren wird. Wenn du einer von denen von oben wirst, werden die von oben sich auf dir zur Ruhe niederlassen. Wenn du Pferd wirst oder Esel oder Kalb oder Hund oder Schaf oder ein anderes von den Tieren, die außen sind und unten, werden dich weder der Mensch noch der Geist noch der Logos noch das Licht noch die von oben noch die von innen lieben können. Sie werden sich nicht in dir niederlassen können, und du hast keinen Anteil an ihnen.

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Kommentare: 3
  • #1

    Clemens (Donnerstag, 28 September 2017 20:44)

    zu 113) Kurz: Je nach Ausrichtung, ob bestimmt durch die animalische Ebene oder dem höheren Selbst zugewandt, verbinden wir uns mit dem Entsprechenden.

  • #2

    Clemens (Donnerstag, 28 September 2017 20:47)

    zu 111) Erster Teil zum hinter die Ohren schreiben und für eine Portion Dankbarkeit. Zweiter Teil für die bleibende Hoffnung. Und jetzt schnell bubu...

  • #3

    Jonas (Freitag, 29 September 2017 07:52)

    zu 113) Das Gesetz der Resonanz und der Anziehung wird anhand verschiedener Beispiele zum Ausdruck gebracht. Oder wie der Volksmund sagt: "Gleich und gleich gesellt sich gern". Wir ziehen das an, das in uns ist.

    Man könnte noch herauslesen, dass es auf höheren Ebenen keine Trennung mehr gibt, man "sieht" etwas und ist es auch gleichzeitig. Man weiß dann auch alles darüber - eine rasche, elegante Art, um zu lernen. Aus der trennungsweltlichen Einstimmung (Attunement) wird Einssein (atonement).

    Wie beispielsweise in Ruths Traum, wo ihr alles klar war und sie alles wusste. Leider ist es sehr schwer, das Geschaute mitzunehmen und über die Alltagspersönlichkeit anderen zu erklären.