Philippus 2.037

Spruch 92: Aber der Baum des Lebens ist in der Mitte des Paradieses. Und es ist der Ölbaum, dem die Salbung entstammt. Durch sie entstand die Auferstehung.

Spruch 93: Diese Welt ist ein Leichen-Esser. Alle Dinge, die man in ihr isst, sterben auch wieder. Die Wahrheit ist ein Leben-Esser. Daher wird niemand von denen, die sich an der Wahrheit nähren, sterben. Jesus ist aus jenem Ort gekommen und brachte Nahrung von dort. Und denen, die wollten, gab er Leben, damit sie nicht sterben.

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Kommentare: 2
  • #1

    Clemens (Mittwoch, 13 September 2017 12:02)

    zu 92) "Aber" heißt es hier, weil der Spruch 92 sich auf Spruch 91 bezieht und als ergänzende Information zu sehen ist. Beschäftigt sich 91 mit dem in die Trennungswelten eingebauten "Erlösungsmotor", beschäftigt sich 92 mit der Erlösung, die aus dem Bereich jenseits der Trennungswelten in die Trennungswelten hineinreicht.

    Diese Erlösung ist die "Auferstehung", die über die "Salbung" direkt mit dem (Öl-)Baum des Lebens korrespondiert. Taufe und Salbung können wir als Volontariat und Aspiranz lesen, wenn wir letztere als zumindest ersten Eindruck des Brautgemaches sehen, welches dann - absolut genommen - direkt aus den Trennungswelten hinausführt, bzw. sie zumindest als Zwangsaufenthaltsort unnötig macht.

    Die Bibel ist bezüglich Baum der Erkenntnis und Baum des Lebens nicht sehr schlüssig. Man kann es so zusammenfassen: Beide wachsen in der Mitte des Paradieses, verboten wird ersterer. Nach der Verköstigung seiner Früchte folgt die Paradiesvertreibung, damit der Mensch „jetzt nicht die Hand ausstreckt, (und) auch vom Baum des Lebens nimmt und ewig lebt“ (1. Mose 3,22). Weiter heißt es in Vers 24 "Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Kerubim auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten."

    Damit war der direkte Weg zum Baum des Lebens für den Menschen versperrt und er war den Trennungswelten verfallen, da er ja nun via Erkenntnis von Gut und Böse in die Dualität eingetaucht war. In den Trennungswelten steht aber mit dem Ölbaum ein Ableger des Baumes des Lebens bereit, der eben, wie oben gesagt, über die aktive Weg-Arbeit im Gegensatz zur Karmamühle aus den Trennungswelten herausführt.

  • #2

    Ruth Finder (Mittwoch, 13 September 2017 13:51)

    zu 93) In der Welt der Trennung verändert sich alles und vergeht. Das ist ihr Merkmal - nicht mehr und nicht weniger, nicht gut oder böse. Wenn wir uns aber mit dieser Welt als der einzigen Realität identifizieren, dann nehmen wir immer wieder nur Dinge "zu uns und in uns auf", die im nächsten Abschnitt des Weges nicht mehr da/"tot" sind: Dinge, die uns in unserer Entwicklung nicht weiter bringen. Wenn wir die Wahrheit erkennen, dass es höhere unvergängliche Realitäten gibt, wenn wir mehr und mehr in und aus dieser Wahrheit leben, dann bring uns "diese Nahrung" wahrhaftes Leben.