Philippus 2.035

Spruch 85: So verhält es sich mit der Welt: Die Menschen erschaffen Götter und sie verehren ihre Schöpfungen. Es wäre angemessen, dass die Götter die Menschen verehren, wie es der Wahrheit entspricht.

 

Spruch 88: [...] sie sind zahlreich [...]. In denen, die sind [...], sind Ehren […]

Spruch 89: Die [...] hinabgehen zum Wasser [...] heraus (aus dem Wasser), wird geheiligt sein [...] die, die haben [...] in seinem Namen. Er sprach nämlich: ,,[So] werden wir alle Gerechtigkeit erfüllen."

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Kommentare: 4
  • #1

    Jonas (Dienstag, 29 August 2017 08:07)

    88 könnte man in Anlehnung an die Rosenkreuzer folgendermaßen interpretieren:

    "Zahlreich sind" die Menschen, die im Äußeren leben, die ganz in ihren sinnlichen Eindrücken aufgehen und die sie umgebende Welt als Maß aller Dinge betrachten.

    Im Gegensatz dazu sind "In denen, die sind.." - also in denjenigen Menschen, die im Sein sind, die in ihrem Seelengrund in Gott ruhen - "Ehren": Sie sind also die Menschen, die höher zu schätzen sind, da sie ihrer wahren Bestimmung nachgekommen sind, indem sie den Weg nach innen gegangen sind.

  • #2

    Jonas (Dienstag, 29 August 2017 15:39)

    Zu 89: Das Hinein- und Herausgehen aus dem Wasser, dem ein heiligender Effekt beschienen wird ("wird geheiligt sein"), kann sich meines Erachtens nur auf die Taufe beziehen, die "in seinem Namen", also in Christi begangen wird.

    Wie kann man die Taufe generell auffassen, was kommt in dieser Zeremonie zum Ausdruck? Eine (gnostische) Interpretation wäre die bewusst getroffene Entscheidung, uns wieder auf den Weg nach Hause, zu unserem göttlichen Ursprung, zu machen, indem wir unsere Persönlichkeit schrittweise und konsequent von unliebsamen Elementalen befreien, um so wieder rein zu werden (=die Reinigung unserer drei Körper, bildhaft im Untertauchen im Wasser dargestellt).
    Wie im Gleichnis vom verlorenen Sohn werden wir dadurch würdig ("werden wir alle Gerechtigkeit erfüllen"), unser goldenes Gewand anlegen zu dürfen, welches man als den über viele Inkarnationen hinweg vollständig ausgebildeten psychonoetischen Körper interpretieren kann.

  • #3

    Clemens (Donnerstag, 31 August 2017 20:50)

    zu 85) In den Trennungswelten schaffen sich die Menschen über die Wunschgedanken demiurgengöttliche Elementale aller Art, die sie verehren und durch beständige Vitalisierung nähren und wachsen lassen, bis ganze Völker und Kulturkreise ihnen als Gruppenelementale verfallen. Das mögen religiöse Formen (Larven) sein, oder auch rein materiell-konsumistische Vorstellungen.

    Angemessen wäre es, wenn diese Vitalitätssauger die Menschen verehren - und so ist es auch auf eine verquere Weise, denn sie hängen mit aller Macht an den Menschen und kämpfen um ihren Einfluss, da sie ganz von ihnen abhängig sind und niemals direkt über den jenseitigen Schöpfer Lebenskraft beziehen könnten. SIe sind Parasiten, die ganz gewiss ihre Wirte lieben!

  • #4

    L. (Freitag, 01 September 2017 17:07)

    Larve ist hier ein schoenes und selten gewordenes Wort. Es bedeutet zugleich "Maske" und einen unvollendeten Zwischenzustand. Geschickte Wortwahl.