Philippus 2.034

Spruch 83: Adam entstand aus zwei Jungfrauen: aus dem Geist und der jungfräulichen Erde. Deswegen wurde Christus aus einer Jungfrau geboren, damit er den Fehltritt, der am Anfang geschehen war, wieder in Ordnung bringe.

Spruch 84: Es gibt zwei Bäume im Paradies: Der eine bringt [Tiere] hervor, der andere bringt Menschen hervor. Adam [aß] von dem Baume, der Tiere hervorbrachte. [Er] wurde zum Tier und brachte Tiere hervor. Deswegen verehren die Söhne Adams die [Tiere]. Der Baum [...] Frucht ist [...] zahlreich werden [...] aß den [...] Frucht des [...] bringt die Menschen hervor [...] Menschen [...]. Gott erschuf den Menschen, [... und die Menschen] erschufen Gott.

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Kommentare: 2
  • #1

    Ruth Finder (Sonntag, 27 August 2017 13:34)

    zu 83) Mit dieser Allegorie, hat der Autor vielleicht folgendes zum Ausdruck gebracht: Vor Christus hat (womöglich) noch keiner so überdeutlich die Einheit von Leib und Geist verkörpert und die Botschaft verkündet, dass Materie und Geist einer Quelle entstammen und dass sie gemeinsam durch diese VERWANDSCHAFT zu ihr zurückkehren sollen. Also er hat die frühere, davor propagierte, etablierte und gelebte irrtümliche Vorstellung der Getrenntheit des Menschen von Gott und der inneren Entzweiung des Menschen als fehlerhaft aufgezeigt. Gott-Vater hat die Zeit kommen sehen, dass die Menschen/seine Kinder (zumindest eine Reihe von ihnen) mittlerweile in der Lage sind, dies zu verstehen/bewusst wahrzunehmen und dem Beispiel zu folgen. Deswegen hat er beherzt gehandelt.

  • #2

    Jonas (Montag, 28 August 2017 10:51)

    Da der zweite Teil von Spruch 84 doch arg verstümmelt ist, hier die Version der Rosenkreuzer - wo auch immer die das herhaben:

    ...Der Baum, von dessen Frucht Adam aß, ist der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Und so wurden die Tiere zahlreich.
    Wenn aber ein Mensch von dem Baum isst, der zum Menschen macht, wird er zum Menschen und bringt Menschen hervor. Dann verehrt der Mensch den Menschen.

    Über den Baum der Erkenntnis (von Gut und Böse) haben wir uns glaube ich schon einmal im Rahmen des Thomas Evangeliums unterhalten, ist mir aber nicht genau in Erinnerung geblieben.
    Der Baum der Erkenntnis und das Essen des Apfels symbolisiert dabei meines Empfindens nach die bewusste Entscheidung des jeweiligen Erzengels (als Adam bzw. als Söhne Adams bezeichnet) zur (ersten) Inkarnation in den Welten der Trennung, wo er als Mensch die Freiheit bekommt, im Einklang mit den göttlichen Gesetzen zu handeln oder auch dagegen, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Das Bild des Apfels (Eizelle) und der Schlange (Spermium) weisen ebenfalls direkt auf die Inkarnation (ins Fleisch treten) hin.
    Der so ins materielle Leben eingetretene Mensch begeht natürlich mangels Erfahrung jede Menge Fehler, verstrickt sich in die Verlockungen und Genüsse der materiellen Welt und erzeugt dadurch viele animalische, egoistische Elementale, die "Tiere", die ihn gefangen nehmen und sein wahres Selbst vergessen lassen. Er wird dadurch selbst zum "Tier", er verehrt das "Tier".
    Der zweite Baum (der Erleuchtung, Weisheit) führt den Menschen wieder zurück nach Hause, zu sich selbst, indem er nach unzähligen Inkarnationen reich an Erfahrung und Einsicht seinen Egoismus abschüttelt und sein wahres Selbst erkennt. Dadurch wird er zum wahren Menschen, der wiederum "Menschen" (im Gegensatz zu Tieren) hervorbringt, also Elementale, die im Einklang mit den göttlichen Gesetzen stehen, dauerhaft sind und der Schöpfung dienen.
    Im Unterschied zu den anderen Erzengeln, die niemals getrennt von Gott waren, handelt der zum Individuum gewordene, gereifte Erzengel (=Mensch), der wieder eins mit Gott ist, jetzt auf Basis seiner Erfahrungen/Weisheit im Einklang mit dem göttlichen Plan, allerdings nicht automatisch, wie seine Erzengelbrüder, sondern in Form von bewussten Entscheidungen für die als wahr erkannten göttlichen Gesetze.