Buddha bei die Fische II

Ich finde, dass Edward Conze (1904-1979) ein ziemlich lesenswerter Buddhologe war. In jungen Jahren Marxist entwickelte er sich im Laufe seines Forscherlebens zum Buddhisten, und dies nur über die Auseinandersetzung mit Originalquellen und wissenschaftlichen Texten dazu. Mit anderen Eurobuddhisten scheint er nicht groß in Kontakt gewesen zu sein, und die buddhistischen Länder bereiste er absichtlich nie, da ihn wohl die Kollision mit der realen Alltagskultur dort abschreckte.

 

Leider sind seine Bücher heute nicht mehr so leicht zu bekommen - ebenso wie einige Werke von Zotz (kennen wir als Autor von "Freiheit und Glück") oder auch Klemkeit, die ebenfalls sehr gut zu lesen sind.

 

Vorteil bei den wissenschaftlichen Schriften ist die angenehme Sachlichkeit (die allerdings nicht frei von eigenen Standpunkten und Meinungen ist - wen wundert's), die die religiösen Autoren bzw. Schriften naturgemäß eher selten haben. Spirituelle Schriften kommen einem natürlich auch im Buddhismus leider generell selten unter.

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