Philippus 2.029

Spruch 71: Als Eva noch in Adam war, gab es keinen Tod. Als sie von ihm getrennt wurde, entstand der Tod. Wenn sie wiederum hineingeht und ihn annimmt, wird kein Tod mehr sein.

Spruch 72: ,,Mein Gott, mein Gott, warum, Herr, hast du mich verlassen?" Er sprach dieses am Kreuz. Denn er war abgetrennt von diesem Ort. [...] der, der gezeugt worden war durch den, der [...] durch Gott. Der [...] heraus aus den Toten. [...] sein, aber [...], indem er vollkommen ist. [...] Fleisch, aber diese [...] ist wahres Fleisch, [...] es ist nicht wahr, sondern [...] nur ein Abbild der Wahrheit.

Spruch 73: Es gibt gewöhnlich kein Brautgemach für die Tiere noch für die Sklaven und befleckte Frauen, sondern es ist freien Menschen und Jungfrauen bestimmt.

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Kommentare: 3
  • #1

    Ruth Finder (Mittwoch, 26 Juli 2017 10:39)

    zu 71) Hier ist der Autor ganz ein Kind seiner Zeit, was die Stellung von Mann und Frau betrifft. Aber andersherum wäre genauso diskriminierend. Der Hauptgedanke ist, das das Männliche und das Weibliche Phänomene der Welt der Trennung sind, denn oberhalb ihrer gibt es diese Unterscheidung nicht. Was dabei passieren könnte und den möglichen Ausweg ist auch im Spruch 61 und den Kommentaren dazu erläutert. Aber auch hier kurz umrissen: "Wenn sie (er) wiederum hineingeht und ihn (sie) annimmt, wird kein Tod mehr sein."

  • #2

    Ruth Finder (Mittwoch, 26 Juli 2017 10:40)

    zu 73) Brautgemach - was wäre das? Ein innerster Ort in uns (ein geistiger Zustand), wo HS/Seele ihren ewigen Ursprung schaut und wo die Ruhe herrscht. Da gib es tatsächlich keinen Platz für das Agieren der starken und wilden animalischen Ebene (Tier), für das unterdrückte HS (Sklave) und Trennung/Tod, was durch Wiedergeburt (befleckte Frau) entsteht.

  • #3

    Clemens Satorius (Mittwoch, 26 Juli 2017 11:13)

    Zu 72) Der arg verstümmelte Text lässt einen irgendwie doketistisch anmutenden Ansatz ahnen, bei dem zwischen dem himmlischen Christus und seiner stofflichen Verkörperung unterschieden wird. Hier wird möglicherweise angenommen, dass der himmlische Christus sich schon von der stofflichen Verkörperung abgewandt hat, während diese, noch leidend, zurückgeblieben ist.

    Das Forum Rosicrucianum ergänzt diesen Spruch folgendermaßen: ”Mein Gott, mein Gott, warum, o Herr, hast du mich verlassen!” Es war am Kreuz, als er diese Worte sprach, (denn dort trennte er sich von dem oberen Ort, er, der gezeugt wurde aus dem Heiligen Geist durch Gott. Er erstand von den Toten auf, er wurde wieder, wie er gewesen war, aber jetzt war sein Leib vollkommen.) Er ist wieder im Fleisch, aber dieses Fleisch ist wahrhaftiges Fleisch. Unser Fleisch hingegen ist kein wahrhaftiges Fleisch, sondern nur ein Abbild des wahrhaftigen.