Sand

Ich meine, wir hatten das Thema vor einiger Zeit schon einmal verlinkt bzw. im Kreis besprochen. Hier der Hinweis von Maria auf eine neue Arte-Doku dazu. Nur kurzzeitig verfügbar!

 

Klar, wenn Ressourcen wie Sand, (sauberes) Wasser und (saubere) Luft, die in unendlichen Mengen verfügbar zu sein scheinen, erschreckend schnell schwinden, dann sieht es mit dem Rest wohl noch schlimmer aus. Und kaum einer will es wahrhaben.

 

http://www.arte.tv/de/videos/046598-000-A/sand-die-neue-umweltzeitbombe

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Kommentare: 3
  • #1

    Clemens Satorius (Freitag, 21 Juli 2017 10:31)

    Jepp, habe nachgesehen. Es ist die extended Version eines 3Sat-Films ("Sandraub - Das Ende der Strände), den ich im Juni letzten Jahres verlinkt hatte. Generell sehenswert und hier durch die zusätzlichen 30 Minuten mit noch größerer Faktenwucht.

  • #2

    Clemens Satorius (Freitag, 21 Juli 2017 11:59)

    15 Milliarden Tonnen weltweiter jährlicher Verbrauch gleich 11,5 Milliarden Kubikmeter - also 11,5 Kubikkilometer.

  • #3

    Clemens Satorius (Sonntag, 23 Juli 2017 13:41)

    Jetzt auch auf Arte. Text dazu:

    Das Bevölkerungswachstum und die wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenländern sorgen für einen weltweiten Bauboom. Die Folge: Es herrscht Sandbedarf. Da Wüstensand nicht zur Betonherstellung geeignet ist, bedient sich die Bauwirtschaft am Meeresboden – eine ökologische Zeitbombe. Der Dokumentarfilm zeigt die Schauplätze des Sandabbaus rund um den Globus.

    Sand ist heutzutage Bestandteil zahlreicher Alltagsprodukte, häufiger noch als Erdöl. Wir finden Sand in Nahrungsmitteln, Kosmetika, Putzmitteln, aber auch in elektronischen Produkten wie Computern, Handys und Kreditkarten. Der größte Sandbedarf entsteht jedoch durch den weltweiten Bauboom aufgrund des Bevölkerungswachstums und der wirtschaftlichen Entwicklung in den Schwellenländern. Stahlbeton besteht zu einem Drittel aus Zement und zu zwei Dritteln aus Sand. Angesichts dieses Bedarfs wurde Sand in den letzten Jahren zu einer Ressource von entscheidender Bedeutung. Wüstensand ist – man mag es kaum glauben – nicht zur Betonverarbeitung geeignet. Deshalb haben Baukonzerne bislang Sand aus Flussbetten oder Kiesgruben abgebaut. Doch dieser Vorrat geht langsam zur Neige, und so hat die Bauwirtschaft den Meeresboden ins Visier genommen – eine ökologische Zeitbombe. Der Dokumentarfilm zeigt Schauplätze rund um den Globus: den illegalen Sandabbau in Marokko aufgrund der boomenden Tourismusindustrie, der unweigerlich zum Verschwinden ganzer Strände führt; den Expansionsbedarf von Singapur, das ungeachtet aller Verbote weiterhin Sand aus den Nachbarländern importiert; das Verschwinden ganzer Inseln wegen des illegalen Sandabbaus in Indonesien; die pharaonenhaften Bauprojekte in Dubai, wo die eigenen Sandressourcen aufgebraucht wurden und nun Sand aus Australien importiert wird; die Machenschaften der indischen Mafia, die die Bauwirtschaft des Landes kontrolliert, während die eigene Bevölkerung weiterhin in Slums hausen muss; das Auffüllen der Strände von Florida, von denen neun Zehntel weggespült werden; und schließlich den Kampf der Bevölkerung in Frankreich, wo sich Konzerne Standorte in Küstennähe sichern, um in Schutzgebieten Sand vom Meeresboden abzubauen. Der Dokumentarfilm erläutert die Zusammenhänge und Hintergründe einer verheerenden Wertschöpfungskette und fördert mit Unterstützung von Wissenschaftlern und Nichtregierungsorganisationen eine beispiellose menschliche, soziale und ökologische Katastrophe zutage.