Philippus 2.027

Spruch 66: Aus Wasser und Feuer sind die Seele und der Geist entstanden. Aus Wasser und Feuer ist der Sohn der Brautkammer entstanden. Das Feuer ist das Salböl; das Licht ist das Feuer. Ich spreche nicht von dem Feuer, das keine Gestalt hat, sondern von dem anderen Feuer, dessen Gestalt weiß ist, welches schönes Licht ist und das die Schönheit gibt.

Spruch 67: Die Wahrheit kam nicht nackt in die Welt, sondern sie kam in Sinnbildern und Abbildern. Sie (sicher: die Welt) wird sie (sicher: die Wahrheit) nicht anders empfangen (können). Es gibt eine Wiedergeburt und eine Abbild-Wiedergeburt. Es ist wahrhaftig angemessen, durch das Abbild wiedergeboren zu werden. Was ist sie? Die Auferstehung! Und das Abbild muss durch das Abbild auferstehen. Das Brautgemach und das Abbild müssen durch das Abbild in die Wahrheit eingehen - das ist die Wiederherstellung. Nicht allein müssen die, welche die Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes hervorbringen, so handeln, sondern auch *die, welche* sie für dich hervorgebracht haben. Wenn jemand sie sich nicht erwirbt, wird ihm auch der Name ,Christ' weggenommen werden. Man erhält sie aber in der Salbung des [...] der Kraft des Kreuzes, welche die Apostel ,die Rechte' und ,die Linke' nennen. Denn dieser ist nicht mehr ein Christ, sondern ein Christus.

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Kommentare: 2
  • #1

    Ruth Gabriel (Samstag, 22 Juli 2017 09:56)

    Zu (67):
    Ich lese darin:
    1. In der Welt brauchen wir zunächst den „Finger“ (Religion, Lehre, Meister usw.) der auf den „Mond“ (Wahrheit) zeigt, da wir sonst nicht verstehen, erkennen, auf der gleichen Wellenlänge empfangen können.
    2. Die Wiedergeburt könnte sich auf Christus beziehen, auf den wiedergeborenen vollkommenen Ausdruck Gottes in der Welt.
    3. Die Abbild-Wiedergeburt bezieht sich auf uns als Erzengelwesen, die wir uns auf die Mission „Gott individuell widerzuspiegeln“ eingelassen haben. Wir wollen uns auf den Weg machen und uns über die animalische Ebene erheben, in Freiheit uns für unser inneres Wesen entscheiden (für Gott) und dies/IHN in unserer eigenen Art in der Welt zum Ausdruck bringen. Da wir immer mehr diesen Weg erkennen, werden wir auferstehen. Denn wir erkennen den Weg durch all diese Inkarnationen als einen einzigen ununterbrochenen Prozess. Um in die Wahrheit einzugehen bedarf es der vollkommenen Übereinstimmung der AP mit dem HS (Brautgemach und Abbild). Und das bezogen auf ALLE Menschen.
    Auf dass wir vom Christ zum Christus werden, zum vollkommenen Ausdruck Gottes in der Welt.

  • #2

    Jonas (Sonntag, 23 Juli 2017 15:01)

    zu 66) Der Autor verwendet die Begriffe Salböl, Feuer und Licht als Synonyme beziehungsweise stellt einen sehr engen Zusammenhang zwischen ihnen her: "Das Feuer ist das Salböl; das Licht ist das Feuer. " Mit diesen Begriffen könnte in Anlehnung an die Daskalos´sche Systematik möglicherweise der "Geist" verstanden als Emanation (Ausströmung) Gottes gemeint sein, die Basis für alles Geschaffene, Lebendige.

    Der Autor differenziert das Feuer in eines, "das keine Gestalt hat" und in ein anderes, das eine Gestalt hat, geformt ist und "Schönheit gibt", eine Empfindung, die auf eine wahrgenommene Form zurückzuführen ist. Das gestalt- und formlose Feuer könnte man als undifferenzierten Geist (nach Daskalos) auffassen, das weiße, schöne Licht-Feuer als daraus kondensierte ätherische Vitalität, welche wir beispielsweise in der spinalen Psychopraktik als visualisiertes weißes Licht verwenden.

    Damit zum Eingangssatz, der aus dieser Perspektive betrachtet werden kann: Aus beidem, Wasser (ätherische Vitalität) und Geist/Feuer (unser göttlicher Anteil), sind wir als Seelen-Geist Wesen aufgebaut. [vgl. dazu Joh. 4-24: Gott ist GEIST, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten]

    "Das Feuer ist das Salböl" - es ist unser göttlicher Ursprung, der "Funke" in uns, der uns "salbt", uns also erhöht und adelt.