Philippus 2.020

Spruch 44: Es ist nicht möglich, dass jemand etwas von den Feststehenden sieht, es sei denn, dass dieser wie jene wird. So verhält es sich nicht mit dem Menschen, der auf der Welt ist: Er sieht die Sonne, ohne selbst Sonne zu sein; und er sieht den Himmel und die Erde und alle übrigen Dinge, ohne selbst jene zu sein. So verhält es sich mit der Wahrheit: Vielmehr hast du etwas von jenem Ort gesehen, und du wurdest zu jenen Dingen. Du hast den Geist gesehen, du wurdest Geist, du hast Christus gesehen, du wurdest Christus. Du hast den Vater gesehen, du wirst Vater werden. Deshalb siehst du an diesem Ort alle Dinge, und du siehst nicht dich selbst. Aber an jenem Ort siehst du dich selbst - und was du siehst, wirst du werden.

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Kommentare: 1
  • #1

    Jonas Hochreiter (Montag, 26 Juni 2017 15:33)

    44) stellt möglicherweise die Unterschiede zwischen den Welten der Trennung und den Bereichen außerhalb davon dar. In ersteren fühlen wir uns getrennt von allem, wir sind in unserem kleinen Selbst (unsere AP und deren Egoismus) gefangen und distanzieren uns von allem, was uns umgibt. "Wir sehen die Sonne, ohne selbst Sonne zu sein,..."

    Außerhalb der Trennungswelten, die ja unsere Schulungsebenen darstellen und auch zu diesem Zweck für uns geschaffen wurden, gibt es das nicht, wir sind eins mit allem. Was wir also dort erblicken, das sind wir auch "..., du hast Christus gesehen, du wurdest Christus". Wir sind dann "Feststehende" (=mit einem permanenten, festen Stand im göttlichen Urgrund), Menschen, die erkannt haben, dass sie trotz ihrer Individualität Teil eines großen Selbst sind, das alles umfasst.