Philippus 2.015

Spruch 30: Alle, die in der Welt gezeugt werden, werden auf natürliche Art und Weise gezeugt. Und die anderen werden genährt von dem Ort, von dem sie stammen. Es ist bedingt durch die Zusage an dem himmlischen Ort, dass der Mensch Nahrung erhält [...] ihn durch den Mund.

Spruch 31: Wenn der Logos aus diesem Ort herausgekommen wäre, würde er durch den Mund ernährt und vollkommen werden. Denn die Vollkommenen werden durch einen Kuss schwanger und gebären. Deswegen küssen auch wir einander. Wir empfangen die Schwangerschaft durch die Gnade, die unter uns ist.

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Kommentare: 2
  • #1

    Ruth Finder (Samstag, 17 Juni 2017 10:46)

    zu 30) Der Mensch ist beides - Körper und lebendiger Geist. Sein Körper wird auf natürliche Weise in der Welt geschaffen und ernährt und vergeht mit der Zeit. Sein Geist ist ewig und stammt von dem Ort außerhalb der Welten der Trennung, in dem Zeit und Raum nicht existieren. Und so ist nicht einzig Brot unsere Nahrung, sondern wir kriegen auch die geistige (Er)Füllung. Und die Zusage von der übergeordneten, alles leitenden Ebene des göttlichen Seins, ja, die Verheißung, die lautet - "Es wird euch nicht mangeln!"

  • #2

    Ruth Finder (Samstag, 17 Juni 2017 19:06)

    zu 31) Hier wird auf den besonderen, nur für den Menschen bestimmten Weg zur Vollkommenheit hingewiesen. Durch unzählige Inkarnationen (Fleischwerdung/"durch den Mund ernährt" ) sammelt er Erfahrungen - meist mühsam und wenig bewusst durch das Karma - in der Welt der Trennung. Das ist, sozusagen, ein indirekter Weg zu Gott. So würde es auch dem Logos (den höheren geistigen Ordnungen) ergehen, käme er aus dem himmlischen Ort auf die Erde, wo er doch als Vollkommener außerhalb der Welten der Trennung direkt in Gottes Nähe ist und seine Herrlichkeit durch direkte Zuwendung (Kuss) empfängt und sich an der Schöpfung beteiligt (schwanger werden und gebären). Die Besonderheit des Weges des Menschen ist aber, dass er auch DAS erlebt, nämlich eine direkte, bewusste Gotteserfahrung - Gottes gnadenvollen Liebeskuss, der die Weisheit seines Herzens wachsen lässt und ihn auch zu Vollkommenheit führt.