Philippus 2.014

Spruch 28: Der himmlische Mensch hat mehr Kinder als der irdische Mensch. Wenn die Kinder Adams zahlreich sind, obwohl sie sterben, um wieviel mehr die Kinder des vollkommenen Menschen, diese, die nicht sterben, sondern immerzu gezeugt werden?

Spruch 29: Der Vater macht ein Kind, und das Kind hat nicht die Möglichkeit, ein Kind zu machen; denn wer gezeugt worden ist, hat nicht die Möglichkeit zu zeugen, sondern das Kind schafft sich Brüder, nicht Kinder.

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Kommentare: 4
  • #1

    Clemens Satorius (Dienstag, 13 Juni 2017 09:50)

    zu 28) Hinweis auf den Unterschied zwischen unseren Taten in der grobstofflichen Welt (zahlreiche Kinder, obwohl sie sterben) und unserem Tun im Bereich des Schaffens und Revitalisierens von Elementalen (zahlreichere Kinder, da sie nicht sterben und die "immerzu gezeugt werden").

    Oder: Unterschied zwischen "grobstofflichen" Kindern, zu denen wir über die animalische Ebene kommen und unseren spirituellen "Kindern" als himmlische Menschen. Die fleischlichen Bande sind nicht zwingend eng. Sie können auch vergehen, denn es mögen auch Menschen als Kinder zu uns kommen, zu denen es keine tiefergehende Verbindung gibt und die mehr wie Fremde für uns sind. Für sie sind wir eine Weile verantwortlich - und dann ziehen sie ihres Weges (vielleicht freilich auch dies nur für eine mehr oder wenige große Weile). Die Verbindungen zu unseren spirituellen Kindern, unseren Brüdern und Schwestern des Weges, bleiben aber dauerhaft bestehen und werden immer wieder neu belebt.

  • #2

    Clemens Satorius (Dienstag, 13 Juni 2017 09:59)

    zu 29) Hier ist "Kind" sowohl als "Mensch" als auch weiter als "Kind der SpirGem" zu lesen. Unser grobstoffliches Kinderhaben ist eigentlich nur ein schwaches Abbild des göttlichen Kinderzeugens. Die Seelen (HS) sind gottgezeugt. Wir stellen als grobstoffliche Eltern nur die Gefährte bereit. Spirituell schaffen wir uns, wie auch schon in 28 angesprochen, Brüder und Schwestern des Weges - hier explizit NICHT Kinder genannt, um die Gotteskindschaft zu unterstreichen.

  • #3

    Ruth Finder (Dienstag, 13 Juni 2017 12:04)

    zu 28) Hier wird auf den Menschen in seiner Ganzheit hingewiesen - AP ("Adam"/"irdischer Mensch") und HS ("himmlischer Mensch"). Im Laufe der sehr, sehr vielen Inkarnationen erzeugen sie gemeinsam "Kinder". Das sind zum einen äußere, meist graduell dem Irrtum verhaftete Ausdrücke der AP/Ego auf allen Ebenen der menschlichen Existenz in der Welt der Trennung - Körpereingenschaften, Gedanken, Emotionen, Erfahrungen, Meinungen. Diese "Kinder" sind laut (sichtbar), und deswegen werden sie als zahlreich empfunden/gesehen. Aber am Ende jedes irdischen Lebens vergehen sie in ihrer jeweiligen Form/Ausdruck ("sie sterben"). Zum anderen, werden aber auch die GANZE Zeit die unvergänglichen himmlischen/göttlichen Anteile im Menschen geschaffen, verwirklicht und in der Seele (HS in ihrer von oben nach unten durchgehend und durchdringend vergöttlichen Kontinuität) VERANKERT ("diese Kinder, die nicht sterben"). So werden sie mit der Zeit "zahlreich". Sie sind meistens still und demütig. Deswegen werden sie in der Welt oft verkannt oder als selbstverständlich wahrgenommen/genommen (nicht leicht sichtbar/erkennbar) - die AP versucht auch immer wieder diese "Kinder" zu adaptieren ^^ (Integrationsfähigkeit der AP). Der himmlische Mensch (HS) kennt und erfreut sich seiner "Kinder" in den höheren Bereichen, er muss sie aber auch in der Welt der Trennung erkennen, sein eigen nennen und sie fördern, damit sie sich entfalten können.

  • #4

    Ruth Finder (Dienstag, 13 Juni 2017 12:40)

    zu 28) Aber im Grunde könnte man sagen, dass das alles "Kinder" der HS sind. Nur werden die unerzogene "Kinder" (die, "die sterben") mit der Zeit zu gut erzogenen (die, "die nicht sterben"). Es wird immer wieder zahlreiche ungehorsame Kinder geben, aber mit der zunehmenden Erfahrenheit der Eltern werden sie weniger, dafür werden mehr und mehr von ihnen zu Guten, denn auch die Eltern lernen durch die Rückschläge in der Erziehung (Karma) und mit Hilfe der angeborenen Intuition (göttliche Bewusstheit) stetig dazu.