Philippus 2.011

Spruch 19: ,Jesus' ist ein verborgener Name, ,Christus' ist ein offenbarer Name. Deswegen gibt es ,Jesus' nicht in irgendeiner Sprache, sondern sein Name ist ,Jesus', wie man ihn nennt. ,Christus' hingegen - sein Name ist auf syrisch ,Messias', auf griechisch aber ist er ,Christus'. Überhaupt haben ihn alle anderen entsprechend der Sprache eines jeden von ihnen. Der ,Nazarener' ist der Offenbare im Geheimen.

Spruch 20: Christus hat alles in sich: sei es Mensch, sei es Engel, sei es Mysterium, sei es der Vater.

Spruch 21: Diejenigen, sie sagen: ,,Der Herr ist zuerst gestorben und (dann) auferstanden", sind im Irrtum. Denn er ist zuerst auferstanden und (dann) gestorben. Wenn jemand nicht zuerst die Auferstehung erwirbt, wird er sterben. Gott lebt, jener würde *...*.

Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Clemens Satorius (Freitag, 02 Juni 2017 14:38)

    zu 20) - wie wir, aber ER weiß es, tut es und ist es.

  • #2

    Ruth Finder (Freitag, 02 Juni 2017 15:39)

    zu 19) Die Lehre (die Botschaft) kann der Kultur, der Sprache und der Zeit entsprechend unterschiedlich verlautbart werden. Ein jeder von uns, der dieser Lehre folgt und sie "auf unspektakuläre (verborgene) Weise spektakulär" verwirklicht, ist einzigartig.

    Dazu:
    Vor dem Ende sprach Rabbi Sussja von Annipole: "In der jenseitigen Welt wird man mich nicht fragen - >Warum bist du nicht Mose (Buddha, Jesus, Laotse - Anm. R.F.) gewesen?<, man wird mich fragen - >Warum bist du nicht Sussja gewesen?<"

  • #3

    Ruth Gabriel (Sonntag, 04 Juni 2017 08:10)

    Zu Spruch 21:
    Die erste Aussage (Der Herr ist zuerst gestorben und dann auferstanden) ist eine eher materielle Sichtweise (Einrichtung), während die zweite (Er ist zuerst auferstanden und dann gestorben) eine spirituelle ist (Ausrichtung). Die Auferstehung erwerben wir durch Weg-Arbeit, durch das Erkennen woher wir kommen und wohin wir gehen, durch das Wegfallen der Schleier des Todes.

  • #4

    Ruth Finder (Sonntag, 04 Juni 2017 11:31)

    zu 21) Dieser Spruch verdeutlicht, dass der Weg der Bewusstwerdung ("Denn er ist zuerst auferstanden und dann gestorben") dem Wege des Karmas ("Wenn jemand nicht zuerst die Auferstehung erwirbt, wird er sterben") vorzuziehen ist. "Gott lebt, jener würde *...*" - "Der Held stirbt nur einen Tod, der Feigling aber stirbt tausend Tode."