Philippus 2.005

Spruch 7: Die im Winter säen, pflegen im Sommer zu ernten. Der Winter ist die Welt. Der Sommer ist der andere Äon. Lasst uns in der Welt säen, damit wir im Sommer ernten. Deswegen ist es für uns angemessen, im Winter nicht zu beten. Der Ausgang des Winters ist der Sommer. Wenn einer aber im Winter erntet, wird er nicht ernten, sondern ausreißen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Ruth Finder (Donnerstag, 25 Mai 2017 14:20)

    zu 7) Zu einem stellt für mich dieser Spruch so ziemlich genau das dar, was im Blogbeitrag "HS innerhalb und außerhalb" beschrieben ist. Der näheren Erklärung dessen bleibe ich dem Leser schuldig, da ich nur die gröberen Umrisse erkennen und nachempfinden kann, und das wirft für mich zur Zeit mehr Fragen auf, als ich es mir selbst klarer beantworten kann, so dass ein differenzierteres Bild zu diesem Thema meinerseits nicht möglich ist. Also ich könnte keine ausführliche Betrachtung zum Thema HS schreiben, aber der Floh ist mir ins Ohr gesetzt. ^^

    Zum anderen, deute ich diesen Spruch als eine Mahnung zu Geduld, Ausdauer, Beharrlichkeit und Entschlossenheit bei der Arbeit an sich selbst. Alles hat seine Zeit und sein Ort. "Der Ausgang des Winters ist der Sommer." - Wir SIND göttlicher Natur. Deswegen sollten wir nicht darum beten, sondern dankend die Arbeit machen, wissend, dass unsere Bemühungen SCHON gesegnet sind und zum Ziel führen werden - "zu einer reifen Frucht/einer reichen Ernte im Sommer". Aber ein ungeduldiges, undifferenziertes Verhalten führt zu Verwechslungen und dazu, dass wir das, was noch der weiteren Entwicklung bedarf, für vollbracht halten oder falsch einsetzen/benutzen, und deswegen die Arbeit einstellen, sie als erledigt betrachten oder ins Negative verkehren - "die Saat" wird frühzeitig ausgerissen und somit kann sie nicht weiter reifen.

  • #2

    Ruth Gabriel (Donnerstag, 25 Mai 2017 19:55)


    Ich deute das als Beschreibung der Pneumatiker, die mit einer anderen „Zielsetzung“ in der materiellen Welt agieren. Sie erkennen den Sinn hinter den Dingen. Ausrichtung (Säen im Winter) statt Einrichtung (Ernte im Winter).