Thomas 2.5

(23) Jesus sprach: „Ich werde euch auswählen, einen aus tausend und zwei aus zehntausend, und sie werden als ein einziger dastehen.“

(24) Seine Jünger sprachen: „Zeige uns den Ort, an dem du bist, da es notwendig ist für uns, daß wir ihn suchen.“
Er sprach zu ihnen: „Wer Ohren hat, möge hören! Es ist Licht drinnen im Menschen des Lichts, und er erleuchtet die ganze Welt. Scheint er nicht, ist er Finsternis.“

(25) Jesus sprach: „Liebe deinen Bruder wie deine Seele, bewache ihn wie deinen Augapfel.“

(26) Jesus sprach: „Den Splitter im Auge deines Bruders siehst du, den Balken aber in deinem Auge siehst du nicht. Wenn du den Balken aus deinem Auge ziehst, dann wirst du sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen.“

(27) Jesus sprach: „Wenn ihr euch nicht der Welt enthaltet, werdet ihr das Königreich nicht finden. Wenn ihr den Sabbat nicht als Sabbat beachtet, werdet ihr den Vater nicht sehen.“

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Kommentare: 4
  • #1

    Jonas (Mittwoch, 19 April 2017 09:26)

    23) hört sich für mich nach dem Census der Boni an, alle diejenigen, die das Klassenziel erreicht haben - ("werden als ein einziger dastehen").
    "Einen aus tausend und zwei aus zehntausend" - die 95% Regel kommt mir dabei in den Sinn. Die zwei unterschiedlichen Prozentsätze könnte man so auffassen, dass es regionale/kulturelle Unterschiede in Bezug auf die Anzahl der Boni gibt. Oder es wird dadurch auf zwei Gruppen hingewiesen: die positiven Absolventen der "Schulklasse" und die rel. vollendeten Meister, jeweils in unterschiedlicher Anzahl.

  • #2

    Jonas (Mittwoch, 19 April 2017 15:31)

    24) anders formuliert: Zeige uns den Ort (den festen Punkt), an dem wir sein können, und wir werden die Welt aus den Angeln heben
    25) anders formuliert: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!
    26) anders formuliert: Arzt, heile dich (zuerst) selbst!
    27) 1. Satz in Thomas Worten anders formuliert: Werdet Vorübergehende...

  • #3

    Ruth Finder (Mittwoch, 19 April 2017 22:22)

    u 24).

    Als höhere Wesen sind wir Lichtwesen ("Menschen des Lichtes"). Aber uns fällt die Erkenntnis. Deswegen sind wir, ja, hier. Und ich denke, dass die rechte Erkenntnis, die uns erleuchtet und uns die Welt im richtigen, wahren Lichte erscheinen lässt, dieses "Licht drinnen im Menschen des Lichtes" ist. Haben wir in uns keine wahre Erkenntnis, dann können wir auch nichts (wenig) verstehen und sehen - es herrsch in uns (im Ort der Erkenntnis) und um uns herum (im Verständnis der Welt) Dunkelheit.

  • #4

    Ruth Finder (Mittwoch, 19 April 2017 23:59)

    Zu 27):

    Sabbat ist ein Ruhetag. Mit dem Hinweis auf ihn wird es wahrscheinlich gemeint sein, dass wir unseren Geist beruhigen müssen (ein fortwährender innerer Sabbat). Das lernen wir durch aufrichtiges Beten, durch Meditation/Kontemplation/Konzentration. Auch Inspiration gehört dazu. Dadurch können wir Zugang zu unserem HS herstellen und auch die Möglichkeit erhalten, in einem Erleuchtungserlebnis die göttliche Nähe zu erfahren ("den Vater zu sehen"). Auch hier könnte man sagen, dass die regelmäßige spirituelle Übung "sich-der-Welt-enthalten" bedeutet.