Würdig sein

Dostojewski hat einmal gesagt: "Ich fürchte nur eines: meiner Qual nicht würdig zu sein."
Es geht um das rechte Verhalten, um die geistige Freiheit, um die Menschlichkeit.

Das Zitat ist in dem Buch "...trotzdem Ja zum Leben sagen - ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager" erwähnt.
Eine absolut extreme Situation. Wir können für unsere Wirklichkeit statt des Wortes "Qual" das Wort "Prüfung" oder "Schwierigkeiten" nehmen.

Der Autor, Viktor E. Frankl, schreibt weiter:

Sofern nun das konkrete Schicksal dem Menschen ein Leid auferlegt, wird er auch in diesem Leid eine Aufgabe, und ebenfalls eine einmalige Aufgabe, sehen müssen. Der Mensch muss sich auch dem Leid gegenüber zu dem Bewusstsein durchdringen, dass er mit diesem leidvollen Schicksal sozusagen im ganzen Kosmos einmalig und einzigartig dasteht. Niemand kann es ihm abnehmen, niemand kann an seiner Stelle dieses Leid durchleiden. Darin aber, wie er selbst, der von diesem Schicksal Betroffene, dieses Leid trägt, darin liegt auch die einmalige Möglichkeit zu einer einzigartigen Leistung.

 

(Ruth Finder)

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