Phili IX

Spruch 104a: Wir nennen sie aber mit diesen Namen. Es gibt aber auch andere. Sie sind höher als alle Namen, die genannt werden, und sie sind dem Starken überlegen. Dort nämlich, wo Gewalt ist, sind auch die, die wertvoller als die Kraft sind.

Spruch 104b: (Was) jene (betrifft): Der eine ist es nicht, der andere ist es. Aber sie beide sind dieser einzige. Dieser ist es, der nicht über den fleischlichen Sinn wird hinauskommen können.

Spruch 105: Ist es nicht angemessen für alle, die das alles haben, dass sie sich selbst erkennen? Einige aber, wenn sie sich nicht selbst erkennen, werden nicht genießen, was sie haben. Die anderen, die sich erkannt haben, werden sie (sicher: ihre Besitztümer) genießen.

Spruch 112: Dem, den die Frau liebt, gleichen die, die sie gebären wird. Wenn es ihr Gatte ist, gleichen sie ihrem Gatten. Wenn es ein Ehebrecher ist, gleichen sie dem Ehebrecher. Oft, wenn eine Frau mit ihrem Gatten aufgrund einer Notwendigkeit (= erzwungen) schläft, ihr Sinn aber bei dem Ehebrecher ist, mit dem sie sich zu vereinigen pflegt, so gebiert sie den, den sie gebären wird, indem er dem Ehebrecher gleicht. Ihr aber, die (ihr) mit dem Sohne Gottes seid, liebt nicht die Welt, sondern liebt den Herrn, damit die, die ihr zeugen werdet, nicht der Welt ähnlich werden, sondern dem Herrn.

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Kommentare: 4
  • #1

    Ruth Gabriel (Samstag, 08 April 2017 22:41)

    Zu Spruch 112:
    Man könnte es deuten als Ausrichtung (den Herrn lieben) statt Einrichtung (die Welt lieben), als das Erkennen des verborgenen Sinns hinter den Dingen und den sich daraus ergebenen Konsequenzen bezogen auf das, was ich tue und wie ich es tue (in einem Geist). Dies zeugt die, die dem Herrn ähnlich werden (Handlungen verbunden mit der „richtigen“ Motivation, im Einklang mit Gottes Plan). Und das wiederum verwandelt Jaldabaoth in Sabaoth.
    Seid in der Welt und nicht von der Welt.

  • #2

    Ruth Gabriel (Sonntag, 09 April 2017)

    Ergänzung zu Spruch 112:
    Durch unser Wirken, das immer mehr in Einstimmung ist, bringen wir etwas Neues in die Welt. Und dieses Neue (Kind) wirkt ebenfalls multifaktoriell in der Welt (da alles miteinander verbunden ist) und verändert das Weltgeschehen (Erneuerung). Und das ohne Unterlass.

  • #3

    Ruth Finder (Sonntag, 09 April 2017 09:35)

    Zu (112):

    Ja, man könnte dazu sagen: "Seid in der Welt, aber nicht von dieser Welt!"

    Wir sind zwar mit der materiellen Welt verbunden, mögen aber unser Glaube, unser Vertrauen und unsere Liebe Gott gelten.
    Die Welt der Trennung ist unsere Lern - und Wirkungsstätte, aber der Inhalt und die Wirkung selbst sollten von der Welt der Einheit kommen.
    Und so erschaffen wir uns selber nach Seinem Vorbild, statt uns mit unserer Welt zu identifizieren.

  • #4

    Ruth Finder (Sonntag, 09 April 2017 12:24)

    Ist das nicht das Naheliegendste, dass die alle, die die Gnade der unergründlichen glücklichen Fügung - spirituelle Informationen und Lehrer, günstige Lebensumstände, unterstützende Weggefährten und manche Fähigkeiten zu haben - erfuhren, dann beständig an sich arbeiten, um sich zu verwirklichen?!
    Diejenigen, die das erkennen, werden das in stiller Freude tun und alles umso mehr schätzen lernen. Und diejenigen, die nicht willig sind, das so zu sehen, werden nicht ergreifen und werden wenig an all dem teilhaben.