Phili V

Spruch 51: Die Glasgefäße und die Tongefäße pflegen (beide) durch das Feuer zu
entstehen. Aber wenn die Glasgefäße zerbrechen, werden sie gewöhnlich wieder geschaffen.
Denn sie sind aus einem Hauch entstanden. Wenn die Tongefäße hingegen zerbrechen,
pflegen sie zugrunde zu gehen. Denn sie sind ohne Hauch entstanden.

 

Spruch 52: Ein Esel, der unter einem Mahlstein im Kreise ging, legte 100 Meilen gehend
zurück. Als er losgemacht wurde, fand er sich wieder an demselben Platz vor. Es gibt
Menschen, die viele Reisen zu machen pflegen und schreiten doch an keinem Ort weiter.
Als es für sie Abend wurde, hatten sie keine Stadt noch Dorf noch Schöpfung noch Natur,
Kraft und Engel gesehen. Vergeblich haben sich die Armseligen abgemüht.

 

Spruch 54: Der Herr ging in die Färberei Levis. Er nahm 72 Farben und warf sie in den
Kessel. Er brachte sie alle weiß heraus und sagte: ,So ist auch der Sohn des Menschen
als Färber gekommen.'

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Kommentare: 15
  • #1

    Jonas (Montag, 03 April 2017 21:00)

    zu 54: Auch in der Bibel finden wir das Bild des Wäsche-Waschens als Reinigen unserer drei AP-Körper von verschiedenen Verunreinigungen, mit dem Ziel der Läuterung, sodass sie letztlich weiß=rein werden. Die 72 Farben kann man - wie Ruth G. ja schon an anderer Stelle ausgeführt hat - als Menschen mit unterschiedlichen individuellen Ausprägungen betrachten, die alle im "Kessel" weiß werden. Diesen könnte man als die Erde in Form eines riesigen Schulungsraums auffassen, wo wir durch die Inkarnationen materiell, psychisch und noetisch geläutert=weiß werden. Jesus als Färber zeigt uns über seine Lehren den Weg, wie man´s richtig und effizient anpackt.

  • #2

    Jonas (Montag, 03 April 2017 21:03)

    zu 52): Um in der Entwicklung fortschreiten zu können ist es notwendig, die alten gewohnten Kreise zu verlassen und sich neuen Dingen zuzuwenden. Keine Einrichtung (sich im Kreis drehen), sondern neue Ausrichtung.

  • #3

    Simon (Montag, 03 April 2017 21:06)

    Das Glasgefäß/Tongefäß kann als Analogie für einen Menschen stehen, der eine Ausrichtung bzw. ein Zugang zum höheren Selbst hat. So gesehen ist das Glasgefäß eine ausgerichtete Geisteshaltung, so wie auch das Tongefäß eine Geisteshaltung ist, nur ohne die Ausrichtung. Eine mögliche Definition von Ausrichtung sind zB. die sieben Gelöbnisse eines Wahrheitsforschers.
    Das Glasgefäß ist über das höhere Selbst dem Raum oder dem absoluten Sein zugewandt.
    Eine verständigere Form der Entwicklung entsteht. Transzendierte Anteile werden mitgenommen und fördern die weitere Entwicklung. Sie werden wieder geschaffen (meistens).
    Das Innen (Subjekt) schaut nach Außen (Objekt) und erkennt das das Außen auch das Innen ist und umgekehrt.
    Karmische Prozesse finden weiter statt, interessant dabei, dass Glas eine höhere Schmelztemperatur als Ton benötigt und weniger Bestandteile beinhaltet.
    Das Tongefäß stellt hier den Menschen dar, der Entwicklung fast ausschließlich in den dualen Welten der Trennung sucht. Das goldene Kalb sozusagen. Mit dieser Geisteshaltung findet Entwicklung fast nur auf karmischer Ebene statt. Das Tongefäß wird sich so lange zerschlagen, bis es ein Glasgefäß geworden ist.
    Wobei ich hier sagen würde, in fast jedem Glasgefäß steckt das Tongefäß und in JEDEM Tongefäß steckt das Glasgefäß.

  • #4

    Ruth Gabriel (Montag, 03 April 2017 22:41)

    Zu Spruch 51:
    Hauch=Pneuma

    Glasgefäß=Pneumatiker, Transzendenz
    Tongefäß=Hyliker, Materie
    Zerbrechen der Gefäße=Tod
    Wiedererschaffen der Glasgefäße=ein neuer Körper mit der nicht verloren gegangenen Erkenntnis, der auf dem Weg der Erkenntnis/Menschwerdung weitergeht
    Zugrundegehen der Tongefäße=durch die nicht vorhandene Erkenntnis und durch das Verhaftet-sein in der Materie gibt es einen neuen Körper, der auf dem Karma-Weg weitergeht

  • #5

    Ruth Gabriel (Montag, 03 April 2017 23:02)

    Ergänzung zu Spruch 51:
    Das Glasgefäß deshalb, weil die AP so vom HS durchstrahlt wird (das HS adäquaten Ausdruck in der AP findet), als wäre diese so durchscheinend wie Glas.

  • #6

    Ruth Gabriel (Dienstag, 04 April 2017 06:47)

    Ergänzung zur Ergänzung zu Spruch 51:
    Das Wegnehmen der Schleier des Todes.

  • #7

    Hendrik (Dienstag, 04 April 2017 10:49)

    zu Spruch 51: Neben der sich für mich aufdrängenden Entsprechung, die Tongefäße und AP und Glasgefäße und HS haben könnten - und die ich hier mal nicht ausformuliere - sehe ich in Spruch 51 einen Zusammenhang mit der grafischen Wiedergabe des Höhlenbildes, die wir auf der Rückseite der ersten "Kreisgedanken" abgebildet haben.

    Man könnte den Spruch dann so wiedergegeben: "Die psychonoetischen Körper (Glasgefäße) und die grobstofflichen Körper (Tongefäße) pflegen beide durch die göttliche Geist-Vitalität (das Feuer) zu entstehen und am Leben gehalten zu werden. Aber wenn die psychonoetischen Körper vergehen (sterben), werden sie gewöhnlich wieder geschaffen. Denn sie sind aus einer Ausstülpung des HS in den Trennungswelten (einem Hauch) entstanden. Wenn die grobstofflichen Körper hingegen vergehen, pflegen sie zugrunde zu gehen. Denn sie sind nur ein grobstofflicher Ausdruck ohne Dauer."

    Der Begriff "Gefäße" ließe sich auch durch "Vehikel" ersetzen. Sie sind alle nur die Behältnisse für das "HS innerhalb der Trennungswelten" und sie sind als APs zusammengesetzt aus Elementalen. Die Höhlenmalerei unterscheidet dabei zwischen äußeren und inneren Elementalen.

    Die inneren Elementale (Punkte im Inneren der "Kopfkreise") sind "Körperelementale", die auch mit dem grobstofflichen Körper vergehen. Der antrainierte Bizeps verschwindet mit der Auflösung des Körpers in seine Moleküle. Das Tongefäß wird zerschlagen und verwandelt sich schließlich wieder in Staub, der allgemein zur Verfügung steht. Man sagt ja beispielsweise, dass sich die Atome und Moleküle, aus denen Jesus und Buddha (und auch Nero und Dschingis Khan) grobstofflich bestanden haben, sich heute rechnerisch gesehen teilweise in jedem Menschen, jedem Tier und jeder Pflanze wiederfinden lassen - ohne irgendwelche Auswirkungen auf die inkarnierten Wesen zu haben (von denen wir wissen).

    Die äußeren Elementale des psychonoetischen Körpers (zwei Punktkreise um die zwei Kopfkreise) hingegen vergehen nicht. Sie bleiben als Gruppenelementale und individuelle Elementale (Scherben) für neue Zusammensetzungen in neuen Inkarnationen verfügbar. Die bis zum Tode (auch des psychonoetischen Körpers) ausgeprägten Charakterzüge des Gespanns AP und "HS in den Trennungswelten", die sich auch dem "HS außerhalb der Trennungswelten" via Individuation aufprägen, dienen als Matritze für die Nutzung der Scherben als Rohsubstanz für einen neuen psychonoetischen Körper.

    Der Aufbau eines neuen grobstofflichen Körpers (Tongefäß) geschieht dabei vor allem als unterster Ausdruck des Karmas und anhand der lokal verfügbaren Moleküle am Ort der Inkarnation.

  • #8

    Ruth Finder (Dienstag, 04 April 2017 10:54)

    Zu (52):

    Der Spruch könnte allzu menschliche Oberflächlichkeit (Trägheit, Gewohnheit, Konventionalität) und Ich-Bezogenheit im Denken, im Tun und im Erleben aufzeigen. Dadurch, dass diese flache, unbewusste Betrachtungsweise der Dinge und der Phänomene des Lebens nicht in die Tiefe geht, hinterlässt sie bei Menschen ein Gefühl der Leere, die weiter und weiter, aber wieder und wieder, mit Nichtigem aufgefühlt werden möchte/muss. Alles ist haschen nach Wind! Sogar, wenn man die Informationen kriegt, wie man diesen Leerlauf beenden könnte (also "losgemacht" wird), bleibt man stur beim Gewohnten stehen. Man hat sich redlich bemüht, aber am Ende des Lebens stehen viele wieder vor einer großen Leere.

  • #9

    Ruth Finder (Dienstag, 04 April 2017 11:24)

    Zu (54):

    Man könnte hier auch ein Bild der Einheit der Vielheit sehen. Die weiße Farbe (Licht) beinhaltet alle Farben. Jesus ist demnach ein Schaffender - mit Hilfe seiner Lehre kriegen wir eine individuelle "Farbe" - und gleichzeitig ein großer Vereinender, der die Einheit aller anstrebt.

  • #10

    TvB (Dienstag, 04 April 2017 11:28)

    Und warum heißt es: "Aber wenn die Glasgefäße zerbrechen, werden sie GEWÖHNLICH wieder geschaffen."?

  • #11

    Hendrik (Dienstag, 04 April 2017 11:31)

    Weil absolut vollendete Meister irgendwann gänzlich außerhalb der Trennungswelten bleiben (können).

  • #12

    TvB (Dienstag, 04 April 2017 11:33)

    Flink!

  • #13

    Hendrik (Dienstag, 04 April 2017 11:39)

    Hoffentlich wird diese Flinkheit, wo nötig und nützlich, zum Charakterzug, denn der Eingang in die Theose wird sich wohl noch 'ne Weile hinziehen!

  • #14

    TvB (Dienstag, 04 April 2017 11:42)

    PN

  • #15

    Hendrik (Dienstag, 04 April 2017 11:43)

    um 12