Steine und Kissen (zu Phili III)

Rabbi Jakov ben Katz warnte einmal: "Der Teufel legt allen, ohne Unterschied, unermüdlich Steine auf den Weg. Die Klugen lernen daraus.


Aber sobald einer von denen stehen bleibt und stolz kuckt, was er alles beiseite geschafft hat, ist der gehörnte Bösewicht sofort da und erfreut sich dieser unverhofften Pause.


Statt harte Brocken der Bemühung hat er für diesen Armen ein weiches Kissen der Selbstzufriedenheit im Gepäck und flüstert ihm ins Ohr: 'Gut hast du das gemacht! Lasse dich nieder und ruh dich aus!' Und zieht weiter mit Demütigen.


Dem Schlafenden wird der Vater dann aus Gnade mit einem Ruck das Kissen wegziehen. Und er fällt hart auf den Boden der Tatsachen."


(Ruth Finder)

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Kommentare: 1
  • #1

    Ruth Gabriel (Sonntag, 02 April 2017 12:44)

    Wunderbare Rabbi-Geschichte, wie auch Ruthis Deutung von Phili III (34) mich total aus dem Häuschen gebracht hat, da ich einfach keinen Ansatz fand.