Scheinbar

Das Brot ernährt uns nicht; was uns im Brote speist
Ist Gottes ewiges Licht, ist Leben und ist Geist.

(Angelus Silesius)

Diesen Zweiteiler habe ich schon in einem anderen Blogbeitrag benutzt.

Der Reim geht aber weiter:

"Das Brot ernährt uns wohl, wenn wir es recht empfangen,
So können wir in ihm den Himmel selbst erlangen."

Dieser Teil des Spruches klingt wie ein Widerspruch zu dem Ersten. Ist es aber nicht.

Ich denke mir mein Teil dazu, aber wie würdet ihr das deuten?

(Ruth Finder)

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Kommentare: 3
  • #1

    Ruth Gabriel (Sonntag, 02 April 2017 18:20)

    Einrichtung – Ausrichtung
    Einrichtung, also den Fokus darauf gelegt, dass wir es warm und gemütlich haben und unangenehme Entwicklungsaufgaben nicht annehmen, wird uns nicht ernähren. Was uns nährt und uns wachsen lässt, ist das Erkennen und Annehmen der inneren Entwicklung, die sich auch im Äußeren zeigt. Das Äußere bietet somit die Möglichkeit zur Entwicklung und nährt uns so gesehen.

  • #2

    Jonas (Sonntag, 02 April 2017)

    Der erste Spruch bezieht sich meines Erachtens auf das, was das materielle Brot lebendig macht, das Leben, das in ihm ist. So wie Du das in Deinem Blogbeitrag einmal sehr schön dargestellt hast.
    Im zweiten Spruch hätte ich das Brot einfach als Sinnbild für geistige Nahrung verstanden, als spirituelle Lehren, die wir aufnehmen und verwirklichen müssen. So wie auch Jesus das Bild des Brotes verwendet hat: "Wer von diesem Brot ißt, wird leben in Ewigkeit"

  • #3

    Ruth Finder (Sonntag, 02 April 2017 20:20)

    Danke, dass ihr die Fackel aufgenommen habt. ^^

    Erst müssen wir versuchen, den wirklichen Sinn in den Dingen erkennen. Und dann könnten wir sie richtig gebrauchen/einsetzen/benutzen, um durch sie wiederum die höheren Ideen verwirklichen.