Phili III

Spruch 24: Auf dieser Welt sind die, die die Kleider anziehen, wertvoller als die Kleider.
Im Reich der Himmel sind die Kleider wertvoller als die, die sie (sich) angezogen haben.

 

Spruch 27: Verachtet das Lamm nicht! Denn ohne es ist es nicht möglich, den König zu
sehen. Niemand wird seinen Weg zum König beschreiten können, wenn er nackt ist.

 

Spruch 34: Den Heiligen werden Dienste durch die bösen Mächte geleistet, denn sie sind
blind durch den Heiligen Geist, damit sie glauben, dass sie einem (gewöhnlichen) Menschen
dienen, wenn sie einem Heiligen dienen. Deswegen bat ein Jünger den Herrn eines Tages um
eine Sache der Welt. Er sagte zu ihm: ,,Bitte deine Mutter, und sie wird dir von fremden
(Dingen) geben."

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Kommentare: 5
  • #1

    Hendrik (Samstag, 01 April 2017 10:54)

    24 und 27 habe ich - ohne andere Deutungen auszuschließen - gewählt, weil sie beide Leibfeindlichkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln gerade NICHT aufkommen lassen. Konkreter werde ich später...

  • #2

    Hendrik (Samstag, 01 April 2017 16:59)

    Spruch 24: Auf dieser Welt werden die Individuen als wertvoller angesehen als ihre Körper. Im Reich der Himmel werden beim gegenwärtigen Entwicklungsstand die bereitgestellten Körper als objektiv vollendeter wahrgenommen, als ihre innewohnenden Individuen.

    Spruch 27: Verachtet den Körper nicht! Denn ohne ihn ist es nicht möglich zu lernen, den Höchsten SELBSTbewusst zu sehen. Niemand wird seinen Weg zum Höchsten beschreiten können, wenn er nicht den Weg durch das Fleisch geht.

  • #3

    Ruth Finder (Samstag, 01 April 2017 19:24)

    Zu (24) und (27):

    Man könnte annehmen, dass die "Kleider" unsere individuellen Erfahrungen in der Welten der Trennung sind: leichte und schwere, unangenehme und angenehme, sinnvolle und weniger sinnvolle usw. Die wechseln sich und vergehen, und im nächsten Leben machen wir andere Erfahrungen.
    Sie dienen aber dem Wachstum unserer Seele - das ist das Wichtige. Sie ist wichtig.
    Im Himmel spielt gerade unsere Erfahrenheit (Individuation), weswegen wir ja auf Erden waren, eine Rolle. Denn wir sind dann einer unter vielen, die zu Harmonie beitragen.

  • #4

    Ruth Finder (Samstag, 01 April 2017 20:06)

    Zu (34):
    Eine erwachte Seele lernt gerade durch Hindernisse, durch Schwierigkeiten und Widrigkeiten des Lebens. Die sind ihr quasi "willkommen". Der Teufel weißt das, kann aber nicht zwischen der Seelen unterscheiden, da die Demut eine Eigenschaft fortgeschrittener Seelen ist.

    Deswegen "bitten" diese Erwachten um weitere Inkarnationen - um durch eine Mutter geboren zu werden - und sammeln weiter ihre Erfahrung durch Versuch und Irrtum.

  • #5

    Hendrik (Sonntag, 02 April 2017 04:28)

    Sehr guth, Ruth ^^